
Willkommen bei APOTHEKER HELFEN: Jetzt können auch PTAs und PKAs Mitglied werden
28. September 2026
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28. September 2026Hilfe gegen Epilepsie im Südsudan – ein Projekt gegen Ausgrenzung und Vergessen
September 2026
In abgelegenen Regionen des Südsudan ist Epilepsie weit mehr als eine neurologische Erkrankung. Sie ist für viele Betroffene mit Ausgrenzung, Verletzungen und einem eingeschränkten Zugang zur medizinischen Versorgung verbunden. Besonders in den Regionen Deim Zubeir und Aweil East tritt Epilepsie gehäuft in Gebieten auf, in denen auch die Tropenkrankheit Onchozerkose (Flussblindheit) vorkommt.

Gute behandelte Epilepsie ermöglicht der Bäuerin wieder gefahrlose Arbeit auf ihrem Feld

Fischen ist ein weiterer wichtiger Erwerbszweig

Das typische Habitat für Kriebelmücken.
Ein seit 2023 laufendes Projekt von APOTHEKER HELFEN e.V. (AH) setzt genau hier an. „Mobile Teams versorgen Patientinnen und Patienten kostenlos direkt in ihren Dörfern mit von uns gespendeten Antiepileptika wie Carbamazepin und Phenobarbital“, erklärt Dr. Hans-Peter Hubmann, 2. Vorsitzender des Vereins. Gleichzeitig leisten die Teams Aufklärungsarbeit, denn vielerorts im Südsudan gilt Epilepsie noch immer als Folge von Hexerei.
Wie viel eine solche Versorgung für die Betroffenen verändern kann, zeigen die bisherigen Ergebnisse des Projekts: Mehr als 300 Menschen wurden bereits behandelt, rund drei Viertel der Patientinnen und Patienten sind nach Angaben von APOTHEKER HELFEN inzwischen frei von Anfällen. Damit eröffnen sich für diese Menschen neue Möglichkeiten im Alltag. Wer zuvor wegen wiederkehrender Anfälle kaum arbeiten oder am Gemeinschaftsleben teilnehmen konnte, gewinnt ein Stück Selbstständigkeit zurück und kann wieder stärker für die eigene Familie sorgen.
„Das Projekt zeigt, wie wichtig es ist, dass sich Hilfsorganisationen auch vernachlässigten Tropenkrankheiten, sogenannten „neglected tropical diseases,“ annehmen“, sagt AH-Geschäftsführer Dr. Andreas Wiegand. Zugleich wird deutlich, wie viel erreicht werden kann, wenn internationale Organisationen und lokale Partner ihre Kräfte bündeln und ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen. Neben der medizinischen Versorgung geht es deshalb auch darum, Wissen über Epilepsie zu vermitteln und Vorurteile abzubauen. APOTHEKER HELFEN bringt dabei seine pharmazeutische Expertise ein und sorgt dafür, dass die benötigten Arzneimittel zur Verfügung stehen.
„Wir sehen, dass unsere Hilfe ankommt. Wir sehen, dass die Medikamente wirken. Und wir sehen, was sie den Menschen ermöglichen. Deshalb machen wir weiter“, sagt Wiegand.
Der Einsatz im Südsudan steht beispielhaft für die Arbeit von APOTHEKER HELFEN. Der von Apothekerinnen und Apothekern getragene Verein unterstützt Gesundheitsprojekte in verschiedenen Regionen der Welt und verbindet dabei Arzneimittelhilfe mit dem Aufbau nachhaltiger Strukturen vor Ort. Gerade bei vernachlässigten Erkrankungen ist eine verlässliche Arzneimittelversorgung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung.
Mehr über das Projekt im Südsudan und die Arbeit von APOTHEKER HELFEN finden Sie unter www.apotheker-helfen.de.
APOTHEKER HELFEN e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
IBAN: DE02300606010004793765
BIC: DAAEDEDD
Kontonummer: 47 93 765
BLZ: 300 606 01
Fotos: APOTHEKER HELFEN e.V.; Erzdiözese Wau Südsudan




